Ein Fotograf lebt von Bildern, und ausgerechnet die bleiben bei vielen Websites für Suchmaschinen stumm. Eine Galerie mit fünfzig Hochzeitsfotos ohne einen Satz Text sagt Google wenig darüber, wer die Bilder gemacht hat, wo und für wen. SEO für Fotografen setzt an dieser Stelle an: Die Bilder bleiben das Wichtigste, bekommen aber den Rahmen, den Suchmaschinen und Interessenten brauchen.
Studio, Hausbesuch oder beides
Zuerst die Frage, wie Kunden zu Ihnen kommen. Ein Fotostudio mit festen Öffnungszeiten, in dem Passbilder und Bewerbungsfotos entstehen, ist ein Betrieb mit Kundenstandort. Wer dagegen nur zu Hochzeiten, Firmen oder Familien fährt, gilt bei Google als Betrieb ohne festen Standort und soll die Adresse aus dem Profil entfernen [1]. Wer beides anbietet, ist ein Hybridbetrieb und darf Adresse und Einzugsgebiet zeigen [1].
Für das Einzugsgebiet erlaubt Google bis zu 20 Orte oder Postleitzahlen, die zusammen nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort reichen sollen [1]. Bei Hochzeitsfotografen, die auch weiter fahren, ist das eine Grenze des Profils. Für Aufträge weiter weg trägt die Website mehr als die Karte: Eine Seite, die zeigt, wo Sie schon gearbeitet haben, und die Anfahrt offen anspricht, fängt solche Anfragen auf.
Eine Kategorie, viele Anlässe
Die Hauptkategorie soll das Unternehmen möglichst genau beschreiben; Google rät davon ab, für jedes Produkt oder jede Dienstleistung eine eigene Kategorie zu wählen [2]. Ein Fotograf wählt also die Kategorie, die seinen Schwerpunkt trifft, und trägt die einzelnen Anlässe als Dienstleistungen ein: Hochzeitsreportage, Bewerbungsfotos, Familienshooting, Produktfotos für Onlineshops, Firmenporträts. Zu jeder Leistung lassen sich eine Beschreibung und auf Wunsch ein Preis hinterlegen [3].
Im Namen des Profils haben Zusätze wie "Hochzeitsfotograf für ganz Niedersachsen" keinen Platz. Google erlaubt dort keine unnötigen Informationen [4]. Das Studio heißt im Profil so, wie es auf dem Briefkopf und an der Tür heißt, ohne angehängten Ort und ohne Anlass.
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Bilder, die Google lesen kann
Google versteht ein Bild nur zum Teil aus dem Bild selbst. Den Rest liest es aus dem Umfeld. Der Alt-Text ist nach Googles Angaben das wichtigste Attribut für Bildmetadaten; er soll informativ sein, zum Inhalt der Seite passen und nicht mit Keywords überladen werden [5]. Dateinamen sollen kurz und beschreibend sein, "IMG_4711.jpg" sagt nichts [5]. Bilder, die nur als CSS-Hintergrund eingebunden sind, indexiert Google nicht; eingebettet werden sie über das HTML-Element img [5].

Unterstützt werden unter anderem JPEG, PNG, WebP und AVIF, und die Dateiendung soll zum tatsächlichen Format passen [5]. Für Fotografen ist ein anderer Punkt oft heikler: die Größe. Große Bilder verlangsamen die Seite, Google empfiehlt moderne Bildoptimierung und responsive Bilder [5]. Ein Portfolio mit unkomprimierten Dateien in voller Kameraauflösung lädt auf dem Smartphone so lange, dass viele vorher abspringen. Eine Bild-Sitemap hilft Google, Bilder zu finden, die es sonst übersehen würde [5].
Mehr zu Dateinamen und Größen steht im Ratgeber Bilder-SEO: Dateinamen und Größen.
Portfolio mit Text: eine Seite je Anlass
Google leitet das Thema eines Bildes auch aus dem Text in der Nähe ab und empfiehlt, Bilder auf thematisch passenden Seiten zu zeigen [5]. Daraus folgt ein einfacher Aufbau: eine Seite für Hochzeiten, eine für Bewerbungsfotos, eine für Firmenkunden. Jede Seite zeigt eine Auswahl der besten Bilder und beantwortet die Fragen, die vor einer Anfrage stehen. Wie lange dauert ein Termin? Wie viele Bilder bekommt der Kunde, in welcher Form und nach wie vielen Tagen?

Einzelne Aufträge können eigene Beitragsseiten bekommen, wenn die Kunden zustimmen: eine Hochzeit in einer Scheune im Herbst, eine Porträtserie für eine Kanzlei. Ein kurzer Text zu Licht, Ort und Ablauf macht aus einer Galerie eine Seite, die zu konkreten Suchen passt. Ortsnamen gehören hinein, wenn sie stimmen.
Für Firmenkunden lohnt eine eigene Seite, weil dort andere Fragen zählen als bei Privatleuten: Kommen Sie mit Licht und Hintergrund ins Büro, wie viele Personen schaffen Sie an einem Vormittag, wer darf die Bilder wofür nutzen? Wer Produktfotos für Onlineshops anbietet, sollte zeigen, in welchem Format und mit welchem Hintergrund die Bilder geliefert werden. Ein kurzer Ablauf von der Anfrage bis zur Lieferung beantwortet viele Rückfragen, bevor sie gestellt werden, und hilft Google, die Seite einer bestimmten Suche zuzuordnen.
Die Einwilligung der Abgebildeten
Für die Website eines Fotografen gilt eine Regel, die andere Branchen seltener betrifft. Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden [6]. Das Portfolio im Netz ist eine solche Veröffentlichung. Lassen Sie sich die Erlaubnis für die Nutzung auf Website und Profil schriftlich geben, am besten schon im Auftrag. Ob im Einzelfall eine Ausnahme greift und welche Regeln des Datenschutzes zusätzlich gelten, klärt eine Rechtsberatung. Hintergrund liefert der Ratgeber Bildrechte und Alt-Texte.
Zulassungsfrei, aber bei der Kammer angezeigt
Fotografen stehen in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung, bei den zulassungsfreien Handwerken, unter Nummer 38 [7]. Eine Meisterprüfung ist für die Selbständigkeit nicht nötig. Wer den Betrieb beginnt, muss das aber unverzüglich der Handwerkskammer anzeigen, in deren Bezirk die Niederlassung liegt [8]. Für die Sichtbarkeit heißt das: Der Eintrag bei der Kammer ist ein Verzeichnis, in dem Name, Anschrift und Telefonnummer genauso lauten sollten wie im Unternehmensprofil.
Bewertungen nach der Bildübergabe
Zahl und Qualität der Rezensionen fließen in die Bekanntheit ein, einen der drei Faktoren, nach denen Google lokale Ergebnisse ordnet [9]. Der passende Zeitpunkt für die Bitte um eine Bewertung ist bei Fotografen die Übergabe der fertigen Bilder, wenn die Freude am größten ist. Eine Gegenleistung, etwa ein zusätzliches Bild oder ein Rabatt beim nächsten Termin, ist bei Google nicht erlaubt; solche Rezensionen werden entfernt [10]. Im Profil selbst sollten Sie Ihre Fotos zeigen, die nach Googles Empfehlung scharf, gut ausgeleuchtet und ohne starke Bearbeitung sind [11]. Mehr zum Profil steht im Ratgeber Fotos im Unternehmensprofil. Wer viel mit Hochzeitsplanern zusammenarbeitet, findet auf SEO für Hochzeitsplaner die Sicht der anderen Seite.
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- Organisation Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Unternehmenskategorie verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Dienstleistungen in Ihrem Unternehmensprofil verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Best Practices für die Suchmaschinenoptimierung für Google Bilder. Google Search Central. Stand 04.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz § 22 Kunsturhebergesetz. Bundesministerium der Justiz. Stand geltende Fassung. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz Anlage B zur Handwerksordnung: zulassungsfreie Handwerke und handwerksähnliche Gewerbe. Bundesministerium der Justiz. Stand geltende Fassung. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz § 18 Handwerksordnung. Bundesministerium der Justiz. Stand geltende Fassung. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte: Gefälschte Interaktionen. Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Tipps für unternehmensspezifische Fotos in Ihrem Unternehmensprofil. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Soll ein Hochzeitsfotograf ohne Studio seine Adresse bei Google zeigen?
Nein. Wer keine Kunden an der Geschäftsadresse empfängt, soll sie laut Google aus dem Profil entfernen und ein Einzugsgebiet mit bis zu 20 Orten angeben. Mit Studio und festen Zeiten dürfen Sie beides zeigen.
Wie finden meine Fotos den Weg in die Google-Bildersuche?
Mit beschreibenden Dateinamen, einem passenden Alt-Text, Bildern im HTML statt als CSS-Hintergrund und Text in der Nähe, der das Motiv erklärt. Eine Bild-Sitemap hilft, und die Dateien sollten fürs Web verkleinert sein.
Darf ich Kundenfotos ohne Erlaubnis ins Portfolio stellen?
Bildnisse dürfen nach § 22 Kunsturhebergesetz nur mit Einwilligung der abgebildeten Person veröffentlicht werden. Lassen Sie sich die Nutzung für Website und Profil schriftlich bestätigen und klären Sie Sonderfälle mit einer Rechtsberatung.
Braucht ein Fotograf einen Meistertitel?
Nein. Fotografen gehören zu den zulassungsfreien Handwerken in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Den Beginn des Betriebs müssen Sie trotzdem der zuständigen Handwerkskammer anzeigen.
Sichtbarkeit prüfen lassen
Wir prüfen, wie Ihr Betrieb in der lokalen Suche dasteht, und sagen Ihnen, was zuerst kommt.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.


