Fotos im Unternehmensprofil beantworten Fragen, bevor jemand anruft: Wie sieht der Eingang aus, gibt es Parkplätze vor der Tür, wie wirkt der Laden innen? Google nennt Fotos ein Mittel, um Kunden anzusprechen und ihnen Informationen zu bieten [1]. Viele Profile, die wir übernehmen, haben trotzdem nur ein verwackeltes Bild der Fassade oder gar keines. Dieser Ratgeber zeigt, welche Motive Google empfiehlt, welche technischen Vorgaben gelten und wo Sie bei Fotos von Menschen vorsichtig sein müssen.
Welche Motive Google empfiehlt
Google nennt für unternehmensspezifische Fotos eine Liste von Arten, jeweils mit einer Mindestzahl [2]:

- Außenaufnahmen, mindestens drei, aus allen Richtungen, aus denen Kunden kommen, und zu verschiedenen Tageszeiten.
- Innenaufnahmen, mindestens drei, die Ambiente und Ausstattung zeigen.
- Produktfotos, mindestens drei, von den beliebtesten Artikeln, gleichmäßig ausgeleuchtet.
- Fotos bei der Arbeit, mindestens drei, mit typischen Dienstleistungen und Mitarbeitern im Einsatz.
- Speisen und Getränke, mindestens drei, vor allem für Gastronomie.
- Öffentliche Bereiche wie Sauna oder Frühstücksraum, mindestens eines je Bereich, und Zimmer, mindestens drei, für Beherbergungsbetriebe.
- Mitarbeiterfotos, mindestens drei, von Geschäftsleitung und Team.
Nicht jede Art passt zu jedem Betrieb. Ein Dachdecker hat keinen Innenraum, den Kunden besuchen, dafür umso mehr Fotos bei der Arbeit. Eine Steuerkanzlei zeigt eher Eingang, Besprechungsraum und Team als Produkte. Wählen Sie die Arten, die Ihre Kunden wirklich sehen wollen, und füllen Sie diese dann vollständig.
Für Restaurants, Cafés und Hotels ist die Liste besonders lang, weil Speisen, Zimmer und Gemeinschaftsräume eigene Arten bilden. Was Gastgeber zusätzlich auf Buchungs- und Bewertungsportalen pflegen sollten, steht im Ratgeber Hotel- und Gastroportale.
Technische Vorgaben
Für Fotos verlangt Google die Formate JPG oder PNG mit einer Dateigröße zwischen 10 KB und 5 MB. Empfohlen sind 720 mal 720 Pixel, das Minimum liegt bei 250 mal 250 Pixeln [1]. Die Fotos sollen scharf und gut ausgeleuchtet sein und die Wirklichkeit zeigen, ohne starke Bearbeitung und ohne viele Filter [1]. In der Liste der Fotoarten ergänzt Google, dass Bilder möglichst ohne übermäßige Filter oder KI-Werkzeuge auskommen sollen [2].
Für Videos gelten eigene Grenzen: höchstens 30 Sekunden, bis zu 75 MB und eine Auflösung ab 720p [1]. Ein kurzer Gang vom Parkplatz zum Eingang oder eine Werkstatt in Bewegung erklärt oft mehr als fünf Standbilder.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Fotografieren ohne Fotostudio
Für gute Profilfotos braucht es kein Studio. Ein aktuelles Smartphone liefert genug Auflösung, wichtiger sind Licht und Ordnung. Fotografieren Sie Innenräume bei Tageslicht und mit eingeschalteter Beleuchtung, räumen Sie Kartons und Kabel aus dem Bild und halten Sie das Gerät gerade, damit Türrahmen und Regale nicht kippen. Weil Google ein quadratisches Format von 720 mal 720 Pixeln empfiehlt [1], lohnt es sich, das Hauptmotiv in die Bildmitte zu setzen. So bleibt es auch dann sichtbar, wenn ein Bild in der Vorschau beschnitten wird.
Außenaufnahmen gelingen am besten bei bedecktem Himmel oder am frühen Abend, wenn die Fenster schon leuchten. Achten Sie darauf, dass der Eingang erkennbar ist und keine fremden Autos mit lesbaren Kennzeichen im Bild stehen. Mehrere Bilder derselben Ecke aus fast gleichem Winkel bringen wenig. Wechseln Sie lieber Abstand und Richtung, so wie Google es mit den Aufnahmen aus allen Richtungen beschreibt [2].
Logo und Titelbild
Das Logo hilft Kunden, den Betrieb wiederzuerkennen. Google hebt es im Profil hervor, wenn das Unternehmen Telefonnummer und Öffnungszeiten angegeben hat. Fehlt das Logo in der Anzeige, kann es laut Google daran liegen, dass Angaben wie Name, Adresse, Kategorie, Telefonnummer oder Öffnungszeiten fehlen [1]. Das Titelbild wird oben im Profil eingefügt, Google garantiert aber nicht, dass es als erstes Bild erscheint. Ist das Titelbild von schlechter Qualität, kann stattdessen ein Foto von Nutzern gezeigt werden [1].
Daraus folgt eine einfache Regel: Ein gutes Titelbild ist ein Foto, das den Betrieb auf den ersten Blick erklärt, in heller Qualität. Für eine Bäckerei ist das die gefüllte Theke, für einen Fahrradladen die Werkstatt mit Rädern im Ständer.
Hochladen, Freigabe und Status
Fotos und Videos sind erst sichtbar, wenn das Profil bestätigt ist. Nach dem Hochladen kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis sie erscheinen. Im Profil sehen Sie dazu den Status "Ausstehend", "Nicht genehmigt" oder "Live" [1]. Bei zehn oder mehr Standorten bietet Google einen Upload über eine Tabelle an [1]. Steht ein Foto lange auf "Nicht genehmigt", prüfen Sie zuerst die Größe und dann, ob das Bild stark bearbeitet oder unscharf ist.
Fotos von Kunden
Neben Ihren eigenen Fotos erscheinen im Profil auch Bilder, die Kunden über Google Maps hochladen. Google nennt dafür keine eigenen Vorgaben auf der Hilfeseite, verweist aber darauf, dass Sie die Entfernung von Kundenfotos beantragen können [1]. Rechnen Sie aber nicht damit, dass ein unvorteilhaftes, aber echtes Foto entfernt wird. Mehr bewirken Sie, wenn Sie selbst bessere und aktuellere Bilder hochladen. Eigene Fotos löschen Sie direkt in der Google Suche oder in Google Maps: Unternehmen aufrufen, "Fotos" wählen, das Bild öffnen und über das Löschsymbol entfernen [1].
Mitarbeiter auf Fotos
Fotos vom Team machen ein Profil persönlich, und Google empfiehlt sie ausdrücklich [2]. Rechtlich ist dafür in der Regel die Einwilligung der Abgebildeten nötig. Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden [3]. Holen Sie die Einwilligung schriftlich ein und klären Sie, was passiert, wenn jemand den Betrieb verlässt. Bei Kunden im Bild gilt dasselbe. Fotografieren Sie Arbeitssituationen deshalb lieber so, dass Hände, Werkzeug und Werkstück im Vordergrund stehen.

Ein Fotoplan für das ganze Jahr
Ein einmal gefülltes Profil altert. Schaufenster ändern sich, Räume werden umgebaut, das Team wächst. Nach unserer Erfahrung bewährt sich ein einfacher Plan: zu Beginn jeder Saison ein paar neue Außen- und Innenaufnahmen, nach jedem Umbau neue Innenfotos, nach jedem größeren Auftrag ein Foto bei der Arbeit, sofern der Kunde einverstanden ist. Die Außenaufnahmen zu verschiedenen Tageszeiten, die Google empfiehlt [2], haben einen praktischen Grund: Wer im Winter nach Feierabend kommt, sucht den beleuchteten Eingang.
Die Fotos auf Ihrer Website sind ein eigenes Thema. Wie Sie Bilder dort für die Suche aufbereiten, steht auf der Hauptseite im Ratgeber Bilder-SEO: Grundlagen. Wie Fotos mit den übrigen Angaben im Profil zusammenspielen, zeigt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil optimieren, und warum das Profil auf der Karte zählt, erklärt Google Maps SEO. Die Grundlagen zum Profil selbst erklärt das Glossar unter Google Unternehmensprofil.
Sie sind unsicher, welche Fotos Ihr Profil noch braucht oder warum ein Bild nicht freigegeben wird? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde, dann sprechen wir darüber.
- Organisation Fotos und Videos zum Unternehmensprofil hinzufügen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Tipps für unternehmensspezifische Fotos. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie, § 22. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie viele Fotos sollte ein Unternehmensprofil haben?
Google nennt für jede passende Fotoart mindestens drei Bilder, etwa für Außenansicht, Innenraum, Produkte und Arbeit. Wählen Sie die Arten, die zu Ihrem Betrieb passen.
Welche Größe sollen die Fotos haben?
JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB. Empfohlen sind 720 mal 720 Pixel, mindestens 250 mal 250 Pixel.
Warum erscheint mein neues Foto nicht?
Fotos sind erst nach der Bestätigung des Profils sichtbar, und nach dem Hochladen kann es 24 bis 48 Stunden dauern. Den Stand zeigt der Status "Ausstehend", "Nicht genehmigt" oder "Live".
Darf ich KI-Bilder oder stark bearbeitete Fotos verwenden?
Google wünscht realistische Fotos, möglichst wenig bearbeitet und ohne übermäßige Filter oder KI-Werkzeuge. Kunden sollen sehen, was sie vor Ort erwartet.
Brauche ich die Erlaubnis meiner Mitarbeiter für Teamfotos?
In der Regel ja. Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Holen Sie die Einwilligung am besten schriftlich ein.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.


