Wer ein Google-Unternehmensprofil einrichten will, ist mit dem Formular in einer Viertelstunde durch. Die eigentliche Arbeit liegt davor und danach: Welcher Name steht wirklich am Eingang, empfangen Sie Kunden vor Ort oder fahren Sie zu ihnen, wer im Betrieb soll Zugriff bekommen? Diese Anleitung geht die Felder in der Reihenfolge durch, in der Google sie abfragt, und sagt zu jedem, welche Regel dahintersteht. Die Kurzfassung für Eilige steht in der Frage Wie bekomme ich ein Google-Unternehmensprofil?.
Vor dem Start: ein Datenblatt für den Betrieb
Legen Sie sich vor dem ersten Klick eine kurze Liste an: Firmenname genau so, wie er auf Schild, Briefpapier und Website steht, die Anschrift mit Hausnummer, eine Telefonnummer, die am Standort klingelt, die Adresse der Website, die regulären Öffnungszeiten und zwei oder drei Begriffe, die Ihr Kerngeschäft beschreiben. Diese Liste ist später auch die Vorlage für Bing, Apple und die Branchenverzeichnisse. Je genauer die Angaben überall übereinstimmen, desto weniger Rätsel geben Sie Suchmaschinen auf. Das Prinzip dahinter heißt NAP, das Glossar erklärt es unter NAP.

Klären Sie außerdem, mit welchem Google-Konto Sie arbeiten. Google empfiehlt für ein neues Konto eine E-Mail-Adresse mit der Domain des Unternehmens [1]. Nach unserer Erfahrung erspart das später viel Ärger, denn ein Profil, das am privaten Konto eines früheren Mitarbeiters hängt, lässt sich nur mühsam zurückholen.
Prüfen, ob es das Profil schon gibt
Viele Betriebe stehen längst in Google Maps, ohne je etwas eingetragen zu haben. Suchen Sie deshalb zuerst nach Ihrem Namen und Ort. Beim Eingeben des Namens auf business.google.com/create schlägt Google vorhandene Einträge vor. Hat ein anderer Nutzer das Unternehmen schon bestätigt, können Sie stattdessen die Inhaberschaft anfordern [1]. Legen Sie in diesem Fall kein zweites Profil an. Google sieht je Unternehmen ein Profil vor und je Standort höchstens eine Seite [2]. Ein Doppel führt eher zu Problemen als zu mehr Sichtbarkeit.
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Name und Kategorie
Der Name im Profil ist der Name, den Sie auch offline führen. Marketingslogans, Ortsangaben, Telefonnummern, Öffnungszeiten oder Produktbegriffe gehören nicht hinein, und Google kann Profile mit solchen Zusätzen sperren [2]. Unnötige Rechtsformzusätze wie GmbH sind nach den Richtlinien nicht zulässig, mit Nachweis, etwa durch Schild oder Rechnung, dürfen Zusätze aber Teil des Namens sein, und ganze Wörter in Großbuchstaben sind nicht erlaubt [2]. Wer "Malerbetrieb Sonne Farbe und Raum Altstadt" einträgt, obwohl am Haus nur "Malerbetrieb Sonne" steht, riskiert also mehr, als er gewinnt.
Bei der Kategorie bittet Google um möglichst wenige und möglichst genaue Einträge. Die Prüffrage lautet, ob der Satz "Dieses Unternehmen ist ..." stimmt, und Kategorien dürfen nicht als Liste von Stichwörtern dienen [2]. Im Einrichtungsablauf suchen Sie zunächst nach Ihrer Unternehmenskategorie [1]. Wie Sie Haupt- und Nebenkategorien sinnvoll verteilen, steht im Ratgeber Kategorien richtig wählen.
Adresse oder Einzugsgebiet
Die nächste Frage entscheidet über den Typ des Profils: Können Kunden Ihren Standort besuchen? Wenn ja, tragen Sie die Adresse ein oder setzen die Markierung auf der Karte. Wenn nein, wählen Sie "Nein" und legen ein Einzugsgebiet aus Städten, Postleitzahlen oder anderen Gebieten fest, bis zu 20 Einträge [1]. Google rät, das Gebiet in etwa zwei Autostunden vom Standort zu halten [1].

Die Richtlinien sind bei der Adresse streng. Postfächer, Briefkästen an fremden Orten und virtuelle Büros sind ausgeschlossen. Ein Coworking-Platz zählt nur, wenn er beschildert ist, eigene Mitarbeiter vor Ort sind und dort Kunden empfangen werden. Wo Kunden hinkommen, verlangt Google eine dauerhafte Beschilderung mit dem Firmennamen [2]. Handwerker, die von zu Hause aus arbeiten, blenden die Adresse aus [2]. Ein Betrieb mit Werkstatt und Außendienst darf beides angeben, wenn während der Geschäftszeiten jemand vor Ort ist [2]. Einzelheiten für Betriebe ohne Laden stehen im Ratgeber Service Area Business einrichten.
Telefonnummer und Website
Die Telefonnummer soll den konkreten Standort erreichen. Google zieht eine örtliche Nummer einer zentralen Hotline vor, Sonderrufnummern sind unzulässig, und Weiterleitungen, die nicht direkt beim Unternehmen ankommen, ebenfalls [2]. Als Website tragen Sie eine Seite ein, die genau diesen Standort vorstellt. Verweis-Adressen, die auf andere Seiten wie ein Social-Media-Profil weiterleiten, erlaubt Google nicht [2]. Bei mehreren Standorten empfiehlt Google je Standort eine eigene Telefonnummer und eine eigene Website-Adresse [1]. Für Filialbetriebe heißt das: Jede Filiale verlinkt also auf ihre eigene Standortseite.
Die Bestätigung wählen
Am Ende zeigt Google eine Übersicht und bietet "Jetzt bestätigen" oder "Später bestätigen" an [1]. Für Nutzer sichtbar wird das Profil erst nach der Bestätigung [1]. Welche Methoden erscheinen, legt Google selbst fest, abhängig von Unternehmenstyp, Region, öffentlich verfügbaren Informationen und Öffnungszeiten. Möglich sind unter anderem ein Code per Telefon oder SMS, eine E-Mail, ein Live-Videoanruf während der Öffnungszeiten oder eine Postkarte mit fünfstelligem Code, deren Zustellung meist bis zu 14 Tage dauert [3]. Die anschließende Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, selten länger [3].
Bereiten Sie für einen Videoanruf vor, was Google laut Hilfe sehen will: den Standort, etwa mit Straßenschild und Umgebung, Produkte, Geräte oder Arbeitswerkzeuge des Betriebs und den Zugang zu Bereichen wie Kasse, Küche oder Lager [3]. Wie das in der Praxis abläuft und was zu Ablehnungen führt, beschreibt der Ratgeber Unternehmensprofil per Video verifizieren.
Rollen vergeben, bevor jemand fehlt
Ein Profil kann mehrere Inhaber haben. Genau einer davon ist der primäre Inhaber. Inhaber dürfen Nutzer hinzufügen und entfernen und das Profil löschen. Administratoren verwalten die Inhalte, dürfen aber weder Nutzer verwalten noch das Profil löschen [4]. Neue Nutzer laden Sie über das Dreipunkt-Menü, "Einstellungen für das Unternehmensprofil" und "Personen und Zugriff" per E-Mail ein [4]. Wer neu hinzukommt, muss sieben Tage warten, bevor er etwa die primäre Inhaberschaft übernehmen kann [4].
Unser Vorschlag für kleine Betriebe: Die Inhaberin oder der Inhaber bleibt primärer Inhaber, eine zweite Person aus dem Betrieb wird ebenfalls Inhaber. Eine Agentur bekommt die Rolle Administrator. So kann niemand von außen das Profil löschen, und wenn eine Person ausfällt, bleibt der Zugang im Haus.
Die ersten Tage nach der Bestätigung
Ein Profil mit Name und Adresse ist der Anfang. Google ordnet lokale Treffer nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, und vollständige Angaben helfen bei der Relevanz [5]. Ergänzen Sie deshalb gleich die Öffnungszeiten samt Feiertagen, passende Attribute und eine Beschreibung ohne Links. Fotos laden Sie als JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB hoch, empfohlen sind 720 mal 720 Pixel, und bis sie erscheinen, können 24 bis 48 Stunden vergehen [6]. Welche Motive sich eignen, steht im Ratgeber Fotos im Unternehmensprofil.
Bitten Sie danach erste Kunden um eine Rezension, gleichmäßig und ohne Gegenleistung. Google nennt Anzahl und Bewertung der Rezensionen ausdrücklich als Teil der Bekanntheit [5]. Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen und nicht einfordern [5]. Was danach kommt, also Beiträge, Leistungen, Fragen und Statistiken, beschreibt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil optimieren.
Fehler, die wir beim Einrichten oft sehen
Am häufigsten begegnen uns in Projekten drei Muster. Erstens ein zweites Profil, weil niemand wusste, dass Google den Betrieb schon kannte. Zweitens ein Name mit angehängtem Ort oder Leistungsbegriff, der beim nächsten Abgleich zur Sperre führen kann. Drittens eine sichtbare Privatadresse bei Betrieben, die ihre Kunden ausschließlich vor Ort beim Kunden bedienen. Alle drei lassen sich vermeiden, wenn das Datenblatt vom Anfang stimmt und vor dem Anlegen einmal gesucht wird. Ist es doch passiert, helfen die Ratgeber zu Duplikaten und zu gesperrten Profilen. Wer das Profil lieber in fachkundige Hände gibt, findet bei SEO NW die Leistung Local SEO.
Sie stecken beim Einrichten an einer Stelle fest, etwa bei der Frage Adresse oder Einzugsgebiet? Bringen Sie Ihre Frage in die gratis Sprechstunde mit, dort sprechen wir darüber.
- Organisation Unternehmensprofil hinzufügen oder beanspruchen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Unternehmen in Google bestätigen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Nutzer eines Unternehmensprofils verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings bei Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Fotos und Videos zum Unternehmensprofil hinzufügen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Das Profil selbst kostet nichts. Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google auch nicht gegen Bezahlung erreichen. Kosten entstehen nur, wenn Sie jemanden mit Einrichtung oder Pflege beauftragen.
Ab wann ist mein neues Profil sichtbar?
Erst nach der Bestätigung. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Kommt die Bestätigung per Postkarte, rechnen Sie mit bis zu 14 Tagen Zustellzeit.
Kann ich meine Privatadresse ausblenden?
Ja. Wenn Kunden Sie nicht vor Ort besuchen, wählen Sie bei der Frage nach Kundenbesuchen "Nein" und legen ein Einzugsgebiet fest. Eine schon angezeigte Adresse lässt sich laut Google aus dem Unternehmensprofil entfernen.
Darf ich meinen Ort in den Firmennamen schreiben?
Nur wenn er tatsächlich Teil des Namens ist, den Sie auch auf Schild und Briefpapier führen. Ortsangaben als Zusatz verbieten die Richtlinien, und Google kann solche Profile sperren.
Wer sollte Inhaber des Profils sein?
Mindestens eine Person aus dem Betrieb, am besten zwei. Dienstleister bekommen die Rolle Administrator, damit sie Inhalte pflegen, aber keine Nutzer entfernen oder das Profil löschen können.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.


