Wer heute einen Handwerker, eine Praxis oder ein Restaurant sucht, bekommt die Antwort öfter von einer KI-Suche: als AI Overview in Google, im AI Mode, in Copilot oder in ChatGPT. Für lokale Betriebe ist die gute Nachricht, dass bei Google, Microsoft und Apple Profile und Karten im Mittelpunkt stehen, die Sie aus dem Local SEO kennen. Einen ersten Überblick gibt der Beitrag Local SEO und KI-Suche auf der Hauptseite. Dieser Ratgeber geht in die Praxis: woher die Dienste lokale Angaben beziehen, welche technischen Zugänge Sie prüfen sollten, wie Sie selbst testen und was sich inzwischen messen lässt.
Was Google für KI-Funktionen verlangt
Google beschreibt AI Overviews als Funktion, die nur erscheint, wenn sie die klassische Suche ergänzt, und AI Mode als Modus für tiefere Fragen und Vergleiche [1]. Beide können eine Frage in verwandte Teilsuchen zerlegen und so eine breitere Auswahl an Links zeigen [1]. Für Betriebe entscheidend ist ein Satz: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung, um in AI Overviews oder AI Mode zu erscheinen [1]. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in der Suche erscheinen dürfen [1].
Unter den bewährten Praktiken nennt Google ausdrücklich, Informationen im Unternehmensprofil und im Merchant Center aktuell zu halten [1]. Dazu kommen Punkte für die Website: Crawling in robots.txt und beim Hosting oder CDN erlauben, wichtige Inhalte als Text anbieten und strukturierte Daten verwenden, die zum sichtbaren Text passen [1]. Neue maschinenlesbare Dateien, besondere KI-Textdateien oder spezielles Markup braucht es laut Google nicht [1].
Woher KI-Dienste lokale Angaben nehmen
Welche Daten lokale Antworten speisen, beschreibt Google am deutlichsten für Ask Maps, eine Gesprächsfunktion in Google Maps auf Basis von Gemini. Sie nutzt laut Google Daten zu über 300 Millionen Orten und Rezensionen und Tipps aus einer Gemeinschaft von mehr als 500 Millionen Beitragenden [2]. Ask Maps wurde im März 2026 in den USA und Indien eingeführt [2]. Für deutsche Betriebe zeigt das vor allem die Richtung: Rezensionen und Profildaten werden zur Grundlage von Antworten.

Bei Microsoft zeigt Copilot Search in Bing seine Quellen in der Antwort an, Sätze verlinken direkt auf die Seiten, aus denen sie stammen [3]. Für die lokalen Einträge ist Bing Places for Business zuständig, dessen Einträge in der Bing-Suche und in Bing Maps erscheinen. Eine engere Anbindung an Copilot nennt Microsoft als Plan [4]. Apple zeigt Standortkarten mit Fotos, Standortinformationen und Öffnungszeiten aus Apple Business unter anderem in Apple Karten, Safari und Spotlight [5].
Für Ihren Betrieb heißt das: Die Profile bei Google, Bing und Apple sind die erste Quelle, die Sie in der Hand haben. Wie Sie das Google-Profil vollständig pflegen, beschreibt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil optimieren. Für einheitliche Daten auf allen Plattformen sorgt der Ratgeber Local Citations aufbauen.
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Zugriff für die Suchcrawler prüfen
Damit eine KI-Suche Ihre Website als Quelle verwenden kann, muss sie die Seiten lesen dürfen. Bei OpenAI ist dafür OAI-SearchBot zuständig. Seiten, die ihn ausschließen, erscheinen laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT [6]. Davon getrennt ist GPTBot, der Inhalte für das Training von Modellen sammelt. Wer GPTBot sperrt, schließt seine Inhalte vom Training aus, ohne die Sichtbarkeit in der Suche zu verlieren, denn beide Einstellungen wirken unabhängig voneinander [6]. Bei Perplexity heißt der Suchcrawler PerplexityBot. Er dient dazu, Websites in den Suchergebnissen anzuzeigen und zu verlinken, und wird laut Perplexity nicht für das Training von Modellen verwendet [7].
Prüfen Sie deshalb Ihre robots.txt und, falls vorhanden, die Einstellungen von Firewall oder CDN. Manche Schutzdienste blockieren unbekannte Crawler pauschal. Für Google gilt: Die Regeln für Googlebot steuern auch die KI-Funktionen der Suche, wer die Darstellung begrenzen will, nutzt nosnippet, max-snippet oder noindex [1]. Was Crawler sind und wie man sie steuert, erklärt das Glossar unter KI-Crawler.
Die Website für Antworten vorbereiten
Nach unserer Erfahrung zitieren KI-Antworten bevorzugt Seiten, die eine Frage klar beantworten. Für lokale Betriebe sind das vor allem Leistungsseiten und die Standortseite. Schreiben Sie dort in ganzen Sätzen, was Sie anbieten, in welchem Gebiet, zu welchen Zeiten und wie man Sie erreicht. Ein Satz wie "Wir reparieren Heizungen aller Hersteller im Umkreis unserer Werkstatt, auch am Wochenende" beantwortet eine Frage, die ein Kunde einer KI genau so stellt. Google empfiehlt, wichtige Inhalte als Text anzubieten und Bilder und Videos zur Unterstützung zu verwenden [1].
Strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness helfen, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten maschinenlesbar anzugeben. Pflicht sind Name und Adresse, empfohlen unter anderem Koordinaten, Telefonnummer und Öffnungszeiten [8]. Wichtig ist, dass die Angaben zum sichtbaren Text passen [1]. Wie das im Detail aussieht, steht im Ratgeber Strukturierte Daten für lokale Unternehmen.
Selbst testen
Ein einfacher Test zeigt, wie KI-Dienste Ihren Betrieb heute sehen. Stellen Sie in Google, Copilot, ChatGPT und Perplexity die Fragen, die Kunden stellen würden: nach Ihrer Leistung in Ihrem Ort, nach Öffnungszeiten, nach einer Empfehlung für ein bestimmtes Problem. Fragen Sie auch direkt nach Ihrem Betrieb und prüfen Sie, ob Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen stimmen. Notieren Sie Frage, Dienst, Datum und Antwort.

Lesen Sie die Ergebnisse mit Vorsicht. Antworten schwanken von Abfrage zu Abfrage, hängen vom Standort und vom Konto ab und ändern sich mit jeder neuen Version der Dienste. Wichtig sind deshalb die Fehler, die sich wiederholen: eine alte Telefonnummer, eine falsche Leistung, ein geschlossener Standort. Solche Fehler stammen häufig aus einer Quelle, die Sie korrigieren können, etwa einem alten Verzeichniseintrag. Wie Sie sie finden, beschreibt der Ratgeber Local Citations bereinigen.
Was sich messen lässt
Seit 2026 gibt es dafür eigene Berichte. Google hat im Juni 2026 Berichte zur generativen KI in der Search Console vorgestellt. Sie zeigen Impressionen aus KI-Funktionen der Suche, darunter AI Overviews und AI Mode, nach Seiten, Ländern, Geräten und Zeitraum, und wurden laut Google bis Ende August 2026 für alle Websites weltweit freigeschaltet [9]. Die Daten bleiben zusätzlich im allgemeinen Leistungsbericht enthalten [9].
Microsoft bietet in den Bing Webmaster Tools seit Februar 2026 einen Bericht zur KI-Leistung als öffentliche Vorschau an. Er zeigt, wie oft Inhalte einer Website als Quelle in Antworten von Copilot, in KI-Zusammenfassungen in Bing und bei ausgewählten Partnern zitiert werden, und welche Seiten am häufigsten genannt werden [10]. Laut Microsoft sagen die Zahlen nichts über Platz oder Gewicht innerhalb einer Antwort aus [10]. Ergänzend bleiben die Statistiken im Unternehmensprofil, die Anrufe, Wegbeschreibungen und Websiteklicks zeigen.
Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Betriebe in KI-Antworten erscheinen, stellen Sie sie in der gratis Sprechstunde, dann sprechen wir darüber. Für die Sichtbarkeit in KI-Suchen bietet SEO NW die Leistung Local SEO und regionale Sichtbarkeit, kurz GEO an, die lokale Seite deckt Local SEO ab. Häufige Fragen dazu beantwortet die FAQ Wie kommt man in KI-Antworten vor.
- Organisation AI features and your website. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ask Maps and Immersive Navigation: New AI features in Google Maps (Miriam Daniel). Google (The Keyword). Stand 12.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introducing Copilot Search in Bing. Microsoft Bing Blog. Stand 04.04.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introducing the New Bing Places for Business. Microsoft Bing Blogs. Stand 03.10.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ankündigung von Apple Business. Apple Newsroom. Stand 24.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Overview of OpenAI Crawlers. OpenAI. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Perplexity Crawlers. Perplexity. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness). Google Search Central. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introducing Search Generative AI performance reports in Search Console (Hillel Maoz, Moshe Samet). Google Search Central Blog. Stand 03.06.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introducing AI Performance in Bing Webmaster Tools Public Preview. Microsoft Bing Webmaster Blog. Stand 10.02.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Muss ich für KI-Suchen etwas anderes tun als für Local SEO?
Im Kern nicht. Google nennt für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen und empfiehlt unter anderem ein aktuelles Unternehmensprofil. Prüfen sollten Sie zusätzlich, ob die Suchcrawler von ChatGPT und Perplexity Ihre Website lesen dürfen.
Verliere ich Sichtbarkeit in ChatGPT, wenn ich GPTBot sperre?
Laut OpenAI nicht. GPTBot sammelt Inhalte für das Training, für die Suchantworten ist OAI-SearchBot zuständig. Beide Einstellungen in der robots.txt wirken unabhängig voneinander.
Brauche ich eine llms.txt für KI-Suchen?
Google sagt, dass für AI Overviews und AI Mode keine neuen maschinenlesbaren Dateien oder KI-Textdateien nötig sind.
Wie sehe ich, ob mein Betrieb in KI-Antworten vorkommt?
Google zeigt in der Search Console Impressionen aus KI-Funktionen wie AI Overviews und AI Mode. Bing Webmaster Tools zeigt in einer Vorschau, wie oft Ihre Seiten in Copilot und Bing zitiert werden. Ergänzend helfen eigene Testfragen mit Datum.
Nutzt Google Maps in Deutschland schon KI-Antworten?
Die Ankündigung vom 12.03.2026 nennt als Start die USA und Indien. Für andere Länder nennt sie keinen Termin, ob die Funktion inzwischen in Deutschland verfügbar ist, geht daraus nicht hervor.
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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.


