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Ratgeber

Lokale Backlinks aus der Lokalpresse

Ein Link aus der Lokalzeitung entsteht meist aus einem Anlass, über den die Redaktion ohnehin berichten würde: eine Eröffnung, ein Jubiläum, eine Ausbildungsaktion oder Fachwissen zu einem Ortsthema. Bezahlte Beiträge mit Link muss die Zeitung als Werbung kennzeichnen, und Google verlangt für solche Links das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow".

Zusammengefaltete Zeitung auf einer Werkbank neben Kaffeebecher und Arbeitshandschuhen im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Die Lokalzeitung und ihr Onlineauftritt sind in vielen Orten bekannte Websites. Ein Artikel, der Ihren Betrieb nennt und auf Ihre Website verlinkt, bringt deshalb zweierlei: Leser, die Sie noch nicht kannten, und einen Verweis von einer Seite mit klarem Ortsbezug. Backlinks aus der Lokalpresse lassen sich allerdings nicht bestellen wie eine Anzeige. Sie entstehen, wenn ein Betrieb der Redaktion einen Anlass liefert, über den sie berichten möchte. Dieser Ratgeber zeigt, welche Anlässe das sind, wie Sie Kontakt aufnehmen und wo die Grenze zur Werbung verläuft.

Google nennt für lokale Suchergebnisse drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Bekanntheit stützt sich laut Google auch auf Informationen wie die Anzahl der Websites, die auf ein Unternehmen verweisen [1]. Eine Lokalzeitung ist eine solche Website, und ihre Berichte drehen sich um genau den Ort, in dem Sie gefunden werden wollen. Wie stark ein einzelner Link wirkt, veröffentlicht Google nicht. Zu den Einzelheiten des Algorithmus äußert sich Google grundsätzlich nicht [1].

Nach unserer Erfahrung ist der Link oft gar nicht der wichtigste Teil. Ein Bericht über Ihren Betrieb wird gelesen, geteilt und manchmal ausgeschnitten. Wer danach nach Ihrem Namen sucht, landet bei Ihrem Unternehmensprofil oder Ihrer Website. Den größeren Rahmen zu lokalen Verweisen beschreibt der Ratgeber Lokale Backlinks aufbauen.

Anlässe, die Redaktionen aufgreifen

Lokalredaktionen suchen Geschichten mit Bezug zu ihren Lesern. Ein neues Angebot allein ist selten eine Meldung, ein Ereignis im Ort dagegen schon. Typische Anlässe aus unseren Projekten:

Mehrere Erwachsene schneiden vor dem Eingang einer neu eröffneten Werkstatt ein Band durch
Bild: KI-generiert
  • Eröffnung, Umzug in neue Räume oder Übergabe des Betriebs an die nächste Generation
  • Jubiläen, wenn der Betrieb lange im Ort ansässig ist
  • Ausbildung: neue Auszubildende, bestandene Prüfungen, ein Tag der offenen Tür für Schüler
  • Engagement im Ort, etwa eine Spendenaktion, Hilfe bei einem Vereinsfest oder ein Projekt mit einer Schule
  • Fachwissen zu einem Thema, das gerade viele beschäftigt, zum Beispiel Heizungstausch, Hitze im Sommer oder Glätte im Winter

Der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Redaktionen brauchen für Ratgeberstücke Fachleute, die verständlich erklären und zitiert werden dürfen. Ein Dachdecker, der vor dem ersten Sturm erklärt, worauf Hausbesitzer achten sollten, ist für die Zeitung eine gute Quelle. Wer einmal verlässlich geliefert hat, wird beim nächsten Thema eher wieder angefragt.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

So bieten Sie eine Meldung an

Finden Sie zuerst heraus, wer bei Ihrer Zeitung für Ihren Ort zuständig ist. Viele Lokalteile nennen im Impressum oder auf der Kontaktseite eigene Ansprechpartner je Ressort oder Gemeinde. Eine persönliche E-Mail an diese Person kommt besser an als ein Rundschreiben an alle Medien der Region.

Die Mail selbst sollte kurz sein. In den ersten zwei Sätzen steht, was passiert, wann und wo. Danach folgen die Einzelheiten, ein Ansprechpartner mit Telefonnummer und das Angebot, Fotos zu liefern oder einen Termin vor Ort zu machen. Legen Sie Bilder bei, an denen Sie die Rechte haben, und nennen Sie die Namen der abgebildeten Personen, wenn diese einverstanden sind. Die Adresse Ihrer Website gehört in die Signatur und in den Text, wenn sie dem Leser etwas bringt, etwa weil dort die Anmeldung für den Tag der offenen Tür steht.

Pressemitteilungen und Linktexte

Viele Betriebe schicken Pressemitteilungen über Verteiler oder stellen sie auf Presseportale. Dabei lohnt ein Blick in Googles Spamrichtlinien. Dort zählt Google zum Linkspam unter anderem optimierten Ankertext in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verbreitet werden [2]. Eine Mitteilung, in der "Heizungsbauer [Ort] günstig" als Link auf Ihre Startseite steht, ist genau dieser Fall. Schreiben Sie Linktexte so, wie ein Journalist sie setzen würde: Ihr Firmenname oder die Adresse der Website.

Ob ein Redakteur Ihren Link übernimmt, entscheidet die Redaktion. Manche Verlage verlinken grundsätzlich mit nofollow, andere gar nicht. Das sollten Sie hinnehmen. Für die Sichtbarkeit im Ort zählt der Artikel auch ohne Link, weil er den Namen Ihres Betriebs mit dem Ort und dem Thema verbindet.

Bezahlte Beiträge: Werbung bleibt Werbung

Viele Zeitungen verkaufen neben klassischen Anzeigen auch Sonderveröffentlichungen, Themenseiten oder Beiträge im redaktionellen Stil. Der Pressekodex des Deutschen Presserats verlangt in Ziffer 7 eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Richtlinie 7.1 sagt, dass bezahlte Veröffentlichungen so gestaltet sein müssen, dass Leser sie als Werbung erkennen [3]. Verlage, die sich an den Pressekodex halten, kennzeichnen solche Beiträge deshalb als Anzeige.

Für den Link in einem bezahlten Beitrag gilt Googles Regel zu bezahlten Links. Google wertet den Austausch von Geld gegen Links oder gegen Beiträge, die Links enthalten, als Linkspam, solange der Link nicht gekennzeichnet ist [2]. Links, bei denen es sich um Werbung oder bezahlte Placements handelt, sollen das Attribut rel="sponsored" tragen [4]. Fragen Sie den Verlag vor der Buchung, wie er Links in Anzeigen auszeichnet. Ein bezahlter Beitrag kann trotzdem sinnvoll sein, wenn er die richtigen Leser erreicht. Nach unserer Einschätzung taugt er nicht als Mittel für Linkaufbau, weil der Link als bezahlt gekennzeichnet wird. Den Unterschied der Attribute erklärt das Glossar unter sponsored-Attribut.

Die eigene Website vorbereiten

Ein Zeitungslink bringt wenig, wenn er auf eine Seite führt, die mit dem Artikel nichts zu tun hat. Berichtet die Zeitung über Ihre Ausbildungsaktion, sollte der Link auf eine Seite zu Ausbildung und Praktikum zeigen. Geht es um Ihren Rat zum Heizungstausch, passt eine Leistungsseite oder ein Ratgeber zum Thema. Legen Sie solche Seiten an, bevor Sie die Meldung verschicken, und nennen Sie der Redaktion die genaue Adresse.

Handwerker sitzt am Schreibtisch in der Werkstatt mit Laptop und ausgebreiteten Fotos
Bild: KI-generiert

Hilfreich ist außerdem ein kleiner Pressebereich auf der Website: ein kurzer Text über den Betrieb, ein Ansprechpartner, ein paar Fotos in guter Auflösung mit Angabe, wer sie verwenden darf. Das spart der Redaktion Rückfragen und sorgt dafür, dass Name, Adresse und Telefonnummer im Artikel so stehen wie in Ihrem Unternehmensprofil. Warum diese Einheitlichkeit zählt, erklärt der Ratgeber NAP-Konsistenz.

Nach dem Artikel

Erscheint der Bericht, prüfen Sie Ihren Firmennamen, die Schreibweise der Adresse und den Link. Ein Fehler lässt sich in der Onlinefassung oft noch korrigieren, wenn Sie freundlich und schnell darauf hinweisen. Teilen Sie den Artikel auf Ihren Kanälen und verlinken Sie ihn im Pressebereich. Ein Beitrag im Unternehmensprofil kann auf den Bericht hinweisen.

Bedanken Sie sich bei der Redakteurin oder dem Redakteur, auch wenn der Text kürzer ausgefallen ist als erhofft. Ein Kontakt zur Lokalredaktion ist über Jahre nützlich, auch für spätere Berichte. Ergänzend lohnt der Blick auf Vereine und Sponsoring, die der Ratgeber Lokale Backlinks über Vereine und Sponsoring behandelt.

Sie überlegen, welcher Anlass in Ihrem Betrieb für die Zeitung taugt? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde von SEO NW. Wer Linkaufbau nach Googles Richtlinien dauerhaft auslagern möchte, findet die Leistung unter Local SEO.

  1. Organisation Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Pressekodex: Ziffer 7 Trennung von Werbung und Redaktion. Deutscher Presserat. Stand Fassung vom 19.03.2025. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Ausgehende Links für Google eingrenzen. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wie bekomme ich einen Link von der Lokalzeitung?

Liefern Sie der zuständigen Lokalredaktion einen Anlass mit Ortsbezug, etwa eine Eröffnung, ein Jubiläum oder Fachwissen zu einem aktuellen Thema. Ob die Zeitung verlinkt, entscheidet die Redaktion. Eine passende Zielseite auf Ihrer Website erhöht die Chance.

Darf ich für einen Zeitungsartikel mit Link bezahlen?

Bezahlte Beiträge sind möglich, müssen nach dem Pressekodex aber als Werbung erkennbar sein. Google verlangt für bezahlte Links das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow". Nach unserer Einschätzung eignet sich ein bezahlter Beitrag deshalb nicht für Linkaufbau.

Was bringt ein Artikel ohne Link?

Der Artikel verbindet Ihren Namen mit dem Ort und dem Thema, und Leser suchen danach gezielt nach Ihrem Betrieb. Deshalb lohnt sich ein Bericht auch ohne Link.

Welchen Linktext sollte ich in einer Pressemitteilung verwenden?

Ihren Firmennamen oder die Adresse Ihrer Website. Google zählt optimierten Ankertext in Pressemitteilungen zum Linkspam.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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