Kunden eines Elektrikers tippen selten "Elektroinstallation" in die Suche. Sie schreiben "Steckdose geht nicht mehr" oder "Elektriker Notdienst" und hängen manchmal den Ortsnamen an. Lokale Keywords recherchieren heißt, diese Sprache zu finden und zu entscheiden, welche Begriffe eine eigene Seite verdienen. Bei kleinen Orten fehlen dafür oft verlässliche Zahlen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Quellen trotzdem weiterhelfen, was jede davon zeigt und wo ihre Grenzen liegen.
Wie lokale Suchen aussehen
Lokale Suchanfragen haben grob drei Formen. Manche nennen Leistung und Ort, etwa "Zahnarzt Musterstadt". Manche enthalten einen Hinweis auf Nähe wie "in der Nähe" oder "um mich herum". Und viele nennen gar keinen Ort, weil Google den Standort ohnehin berücksichtigt. Google nutzt laut eigener Hilfe den Standort, um passendere Ergebnisse zu zeigen, und leitet ihn unter anderem aus der IP-Adresse, dem Gerätestandort oder früheren Aktivitäten ab [1]. Eine Suche nach "Café" vom Smartphone liefert deshalb Cafés in der Nähe, auch ohne Ortsnamen.
Für Ihre Recherche heißt das: Die Liste besteht aus Leistungsbegriffen mit und ohne Ort. Welche Absicht hinter einer Suche steckt, ob jemand einen Betrieb sucht oder sich erst informiert, beschreibt der Ratgeber Suchintention bei lokalen Suchen.
Quelle eins: Ihre Kunden
Die besten Begriffe stehen in Ihren eigenen Unterlagen. Schreiben Sie auf, wie Kunden am Telefon ihr Anliegen beschreiben, was in Anfrageformularen steht und welche Wörter in Rezensionen vorkommen. Fragen Sie Ihr Team am Empfang oder im Außendienst. Die Begriffe der Kunden unterscheiden sich oft von denen in der Branche. Ein Sanitärbetrieb spricht von "Trinkwasserinstallation", Kunden sagen "neue Wasserleitung".

Notieren Sie auch die Orte und Ortsteile, die Kunden nennen. Manche sagen den Stadtteil, andere die Kreisstadt, Zugezogene oft den Namen des nächsten größeren Orts. Diese Ortsbezeichnungen gehören genauso in die Liste wie die Leistungen.
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Quelle zwei: Googles Autovervollständigung
Tippen Sie Ihre Leistung in die Google-Suche und sehen Sie sich die Vorschläge an. Google beschreibt, dass die Vorschläge auf häufigen Suchanfragen beruhen, die zur Eingabe passen, und dass dabei auch der Ort berücksichtigt wird, von dem aus gesucht wird, sowie bisherige Suchen [2]. Die Vorschläge sind Vorhersagen. Wie oft ein Begriff gesucht wird, zeigen sie nicht, und Google rät davon ab, sie mit Google Trends zu vergleichen [2].
Nutzen Sie die Vorschläge deshalb als Ideengeber für Formulierungen, nicht als Messwert. Suchen Sie in einem privaten Fenster, damit Ihre eigenen früheren Suchen weniger mitspielen. Tippen Sie auch Fragewörter vor Ihre Leistung, etwa "wie", "was kostet" oder "wann". Aus den Vorschlägen entstehen oft gute Abschnitte für Ihre Leistungsseiten.
Quelle drei: die Search Console
Hat Ihre Website schon eine Weile Besucher, zeigt der Leistungsbericht der Search Console, bei welchen Suchanfragen sie erscheint. Google nennt als Dimensionen unter anderem Suchanfragen, Seiten, Länder und Geräte [3]. Eine Aufschlüsselung nach Städten beschreibt Google dort nicht. Sie erfahren also, mit welchen Begriffen Sie gefunden werden, aber nicht, aus welchem Ort die Suchenden kamen.
Wertvoll sind die Anfragen, bei denen Ihre Seite oft angezeigt, aber selten angeklickt wird. Hier gibt es offenbar Nachfrage, auf die Ihre Seite noch keine überzeugende Antwort gibt. Ein eigener Ratgeber auf der Hauptseite erklärt die Arbeit mit diesem Bericht: Keywords aus der Search Console.
Ein Blick auf die Mitbewerber
Suchen Sie nach Ihren wichtigsten Leistungen und sehen Sie sich die Betriebe an, die in den Kartenergebnissen und auf der ersten Seite stehen. Welche Leistungen nennen sie auf ihren Websites? Welche Begriffe stehen in den Überschriften, welche Fragen beantworten sie? Oft finden Sie dort Formulierungen, die Ihnen selbst nicht eingefallen sind, etwa regionale Bezeichnungen für eine Leistung oder Begriffe aus einer Förderung, nach der Kunden fragen.
Übernehmen Sie dabei keine Texte, nur Ideen für Ihre Liste. Und prüfen Sie jeden Begriff gegen Ihr eigenes Angebot. Eine Seite für eine Leistung, die Sie gar nicht anbieten, bringt Anfragen, die Sie absagen müssen.
Quelle vier: Keyword-Planer und Trends
Der Keyword-Planer gehört zu Google Ads. Google beschreibt ihn als Werkzeug, das bei der Suche nach Keywords für Suchkampagnen hilft und Schätzungen zu Suchanfragen und Kosten zeigt [4]. Für die Nutzung ist ein eingerichtetes Google-Ads-Konto nötig [4]. Begriffe mit sehr geringem Suchvolumen zeigt der Planer laut Google nicht an [4]. Für einen Ort mit wenigen tausend Einwohnern fehlen deshalb bei vielen Kombinationen aus Leistung und Ortsname die Werte. Gesucht wird trotzdem, die Zahl ist nur zu klein für eine Schätzung.
Google Trends zeigt kein Suchvolumen. Die Werte liegen auf einer Skala von 0 bis 100 und beschreiben das Interesse an einem Begriff im Verhältnis zu allen Suchanfragen in Region und Zeitraum [5]. Trends lässt sich regional bis auf Städte herunterbrechen, bei seltenen Begriffen zeigt es aber oft nur 0 [5]. Für lokale Betriebe ist Trends vor allem nützlich, um Jahreszeiten zu erkennen: Wann suchen Menschen nach Klimaanlagen, wann nach Schneeräumung? So wissen Sie, wann eine Seite aktuell sein muss.
Die Liste ordnen
Am Ende steht eine Liste mit Leistungsbegriffen, Fragen und Orten. Ordnen Sie sie nach Leistungen. Jede Leistung, die Sie wirklich anbieten und für die es eigene Suchbegriffe gibt, bekommt eine eigene Seite. Fragen kommen als Abschnitte auf diese Seiten oder in einen Ratgeber. Orte gehören auf Standortseiten oder in die Beschreibung des Einsatzgebiets, wenn Sie dort wirklich arbeiten.

Prüfen Sie für die wichtigsten Begriffe die Suchergebnisse selbst. Erscheinen dort Kartenergebnisse mit Betrieben, ist der Begriff lokal, und Ihr Unternehmensprofil zählt. Erscheinen nur Ratgeber und Lexika, sucht man dort eher Wissen. Daraus ergibt sich, ob eine Leistungsseite oder ein Ratgeber die richtige Antwort ist. Wie Sie Begriffe mit Ortsbezug in Texte einbauen, ohne dass sie gestelzt klingen, steht im Ratgeber Lokale Inhalte: Ortsbezug im Text.
Keywords im Unternehmensprofil
Ein häufiger Fehler ist, Keywords in den Firmennamen des Unternehmensprofils zu schreiben. Googles Richtlinien verbieten im Namen unter anderem Standortangaben und Produktbeschreibungen, die nicht zum echten Namen gehören [6]. Auch Kategorien sind keine Keywords. Sie beschreiben laut Google, was das Unternehmen ist, nicht, was es hat [6]. Ihre recherchierten Begriffe gehören in die Beschreibung, in die Leistungen und auf die Website.
Wann sich eine beauftragte Recherche lohnt
Für einen Betrieb mit einem Standort und einer Handvoll Leistungen reicht die Recherche mit diesen Bordmitteln oft aus. Bei vielen Leistungen, mehreren Standorten oder einem großen Einsatzgebiet wird die Liste schnell unübersichtlich. Eine Keyword-Recherche als Auftrag dauert nach unserer Erfahrung ein bis zwei Wochen, und wir empfehlen, sie einmal im Jahr zu aktualisieren. Die Leistung beschreibt die Hauptseite unter Keyword-Recherche beauftragen. Den Begriff erklärt das Glossar unter Keyword-Recherche.
Sie haben eine erste Liste und wissen nicht, welche Begriffe eine eigene Seite verdienen? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Standortermittlung bei Google und Verwaltung Ihrer Standorteinstellungen. Google Suche-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation So funktioniert die automatische Vervollständigung von Google. Google Suche-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Keyword-Planer. Google Ads-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Häufig gestellte Fragen zu Google Trends-Daten. Google Trends-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Warum zeigt der Keyword-Planer für meinen Ort keine Zahlen?
Google zeigt Begriffe mit sehr geringem Suchvolumen im Keyword-Planer nicht an. In kleinen Orten betrifft das viele Kombinationen aus Leistung und Ortsname. Gesucht wird trotzdem, nur ist die Zahl zu klein für eine Schätzung.
Muss der Ortsname in jedem Keyword stehen?
Nein. Google berücksichtigt den Standort der Suchenden auch ohne Ortsnamen. Ihre Liste sollte Leistungsbegriffe mit und ohne Ort enthalten.
Sind die Vorschläge der Autovervollständigung Suchvolumen?
Nein. Google beschreibt, dass sich die Vorschläge an häufigen Suchanfragen, dem Ort der Suche und bisherigen Suchen orientieren. Sie eignen sich als Ideengeber.
Darf ich Keywords in den Namen meines Unternehmensprofils schreiben?
Nein. Googles Richtlinien verbieten Zusätze wie Standortangaben oder Produktbeschreibungen im Namen, wenn sie nicht zum echten Namen gehören.
Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?
Einmal im Jahr und zusätzlich, wenn sich Angebot oder Einsatzgebiet ändern.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.


