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Ratgeber

Rankingfaktoren im Local Pack

Google nennt für lokale Ergebnisse drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Alles Weitere, etwa die Gewichtung einzelner Signale, veröffentlicht Google nicht. Umfragen unter Fachleuten sehen Angaben im Unternehmensprofil, Rezensionen, die Website und Verweise als wichtige Gruppen, das bleiben aber Einschätzungen.

Drei kleine Geschäfte nebeneinander an einer ruhigen Straßenecke im Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Das Local Pack ist der Kartenblock mit meist drei Betrieben, den Google bei vielen Suchen mit Ortsbezug über den übrigen Ergebnissen zeigt. Wer dort steht, ist für Suchende besonders sichtbar. Entsprechend viele Listen mit angeblichen Rankingfaktoren kursieren. Dieser Ratgeber trennt zwei Dinge, die in solchen Listen oft vermischt werden: was Google selbst über die Rankingfaktoren im Local Pack sagt und was Fachleute aus Beobachtung und Umfragen ableiten. Den Begriff erklärt das Glossar unter Local Pack.

Was Google offiziell nennt

Google beschreibt in der Hilfe zum Unternehmensprofil, dass lokale Ergebnisse hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beruhen [1]. Relevanz meint, wie gut ein Profil zu einer Suchanfrage passt. Entfernung ist der Abstand zwischen Betrieb und suchender Person, und wenn jemand seinen Standort nicht teilt, nutzt Google bekannte Standortinformationen. Bekanntheit beschreibt, wie bekannt ein Unternehmen ist. Google nennt dafür unter anderem die Anzahl der Websites, die auf das Unternehmen verweisen, sowie Rezensionen [1].

Ebenso deutlich sagt Google, was nicht geht. Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung [1]. Die Einzelheiten des Suchalgorithmus hält Google geheim [1]. Jede Liste mit Gewichtungen in Prozent stammt deshalb aus Beobachtung, Tests oder Umfragen, nicht aus einer Veröffentlichung von Google.

Relevanz: was Google empfiehlt

Für die Relevanz nennt Google konkrete Angaben, die ein Profil vollständiger machen: die Adresse, wenn Kunden den Standort besuchen können, die Öffnungszeiten einschließlich spezieller Öffnungszeiten, die Art des Unternehmens über die Kategorie und Attribute wie Parkplätze oder WLAN [1]. Fotos und Videos sollen zeigen, was der Betrieb anbietet [1].

Die Kategorie verdient besondere Aufmerksamkeit. Laut Googles Richtlinien sollen Sie möglichst wenige, aber möglichst genaue Kategorien wählen, die Ihr Kerngeschäft beschreiben. Kategorien sagen, was ein Unternehmen ist, nicht, was es hat, und sie sind keine Keywords [2]. In unseren Projekten ist die Hauptkategorie einer der Punkte, an denen sich am häufigsten etwas verbessern lässt. Wie Sie sie wählen, beschreibt der Ratgeber Kategorien richtig wählen.

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Entfernung: kaum beeinflussbar

Die Entfernung hängt am Standort des Betriebs und an dem des Suchenden. Sie können sie nicht verbessern, nur korrekt halten: Kartenpunkt am richtigen Eingang, echte Adresse ohne virtuelles Büro. Virtuelle Büros und Postfächer an fremden Orten schließt Google als Adresse aus [2]. Für Betriebe ohne Kundenverkehr am Sitz gibt es das Einzugsgebiet. Google schreibt, dass Nutzer ein Profil mit Einzugsgebiet leichter finden, weil sie sehen, wo Leistungen angeboten werden. Eine Aussage zum Ranking macht Google dort nicht [3]. Mehr dazu im Ratgeber Service Area Business einrichten.

Bekanntheit: Rezensionen und Verweise

Bei der Bekanntheit wird Google etwas konkreter. Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält, desto besser kann laut Google das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen [1]. Auf Rezensionen zu antworten, zeigt laut Google, dass Sie das Feedback Ihrer Kunden schätzen [1]. Dazu kommen Websites, die auf das Unternehmen verweisen [1]. Für lokale Betriebe sind das vor allem Verweise aus dem Ort: Lokalzeitung, Vereine, Kammern und Partner. Wie solche Verweise entstehen, beschreibt der Ratgeber Lokale Backlinks aufbauen.

Kundin gibt einem Handwerker vor einem fertigen Gartenzaun lächelnd die Hand
Bild: KI-generiert

Was Fachleute zusätzlich vermuten

Eine bekannte Quelle für Einschätzungen ist die jährliche Umfrage "Local Search Ranking Factors" von Whitespark. Für die Ausgabe 2026 haben 47 Fachleute für lokale Suche 187 Faktoren auf einer Skala bewertet, getrennt nach Local Pack und Maps, lokalen organischen Ergebnissen, Sichtbarkeit in KI-Suchen und Conversion [4]. Die Faktoren für Local Pack und Maps sind dort in Gruppen geordnet: Signale aus dem Unternehmensprofil, Signale der Website, Rezensionen, Links, Nutzerverhalten, Citations, Personalisierung und soziale Signale [4]. Nach der Auswertung haben Rezensionen und Verhaltenssignale gegenüber der Vorausgabe an Gewicht gewonnen, Signale der Website, Links und Citations leicht verloren [4].

Mehrere Menschen sitzen an einem runden Tisch und besprechen umgedrehte Papierblätter
Bild: KI-generiert

Solche Umfragen sind nützlich, um Prioritäten zu setzen. Man muss sie aber als das lesen, was sie sind: die gesammelte Erfahrung von Fachleuten, keine Messung von Googles Algorithmus. Nach unserer Erfahrung decken sie sich in den großen Linien mit dem, was Google selbst sagt. Ein vollständiges Profil mit passender Kategorie, echte Rezensionen und eine Website, die Leistungen und Standort klar beschreibt, tragen weit.

Faktoren, die gegen die Regeln verstoßen

Einige Maßnahmen wirken in Einzelfällen kurzfristig, verstoßen aber gegen Googles Richtlinien. Das bekannteste Beispiel sind Keywords im Firmennamen. Die Richtlinien verbieten im Namen unter anderem Marketingslogans, Standortangaben und Produktbeschreibungen, die nicht zum echten Namen gehören [2]. Bei Nichtbeachtung der Richtlinien kann Google ein Profil sperren [2]. Der Verlust des Profils wiegt schwerer als jeder Gewinn auf der Karte, den ein Name wie "Malerbetrieb Muster Maler Anstrich Fassade Musterstadt" bringen mag.

Riskant sind auch Abkürzungen bei Rezensionen. Googles Richtlinien für Inhalte auf Maps verbieten Anreize wie Zahlungen oder Rabatte für Rezensionen, bezahlte Rezensionen auch in Form von Sachleistungen und das gezielte Bitten um positive Rezensionen [6]. Mehrere Profile für einen Standort sind ebenso wenig erlaubt. Google lässt grundsätzlich nur eine Seite pro Standort zu, mit Ausnahmen für selbstständige Fachkräfte und Abteilungen [2]. Der sichere Weg zu mehr Rezensionen ist ein fester Ablauf, bei dem jeder Kunde nach dem Auftrag dieselbe Bitte bekommt.

Die Website als Teil des Ganzen

Das Profil verweist auf Ihre Website, und dort sucht Google die Einzelheiten zu Leistungen und Standort. Google erlaubt im Profil auch eine Website, auf der der konkrete Unternehmensstandort präsentiert wird [2]. Für Betriebe mit mehreren Standorten heißt das: eine eigene Seite je Standort, auf die das jeweilige Profil zeigt. Strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness geben Name, Adresse, Öffnungszeiten und Koordinaten maschinenlesbar an. Pflicht sind Name und Adresse, die Koordinaten sollen mindestens fünf Nachkommastellen haben [5].

Fachleute zählen Signale der Website zu den eigenen Faktorgruppen für das Local Pack [4]. Das passt zu dem, was wir in Projekten beobachten. Eine Website, die eine Leistung klar beschreibt, hilft dem Profil bei Suchen nach genau dieser Leistung.

Wie Sie Ihre Lage einschätzen

Ein Blick auf das eigene Handy reicht nicht, weil die Entfernung zum Suchenden mitspielt. Vergleichen Sie Ihr Profil lieber mit den drei Betrieben, die bei Ihren wichtigsten Suchen im Local Pack stehen. Welche Kategorie haben sie? Wie viele Rezensionen, wie aktuell, mit welchen Antworten? Wie ausführlich ist ihre Website zur gesuchten Leistung? Daraus ergibt sich meist schnell, wo der größte Abstand liegt. Ein strukturiertes Vorgehen dafür beschreibt der Ratgeber Local SEO Wettbewerber analysieren.

Sie möchten wissen, welcher Faktor bei Ihrem Betrieb den größten Unterschied macht? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde von SEO NW. Für die laufende Arbeit an Profil, Website und Verweisen gibt es die Leistung Local SEO.

  1. Organisation Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  4. Studie Local Search Ranking Factors 2026 (Darren Shaw). Whitespark. Stand 06.11.2025. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte. Richtlinien für von Maps-Nutzern veröffentlichte Inhalte, Google-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Welche Rankingfaktoren nennt Google für das Local Pack?

Google nennt drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Dazu nennt Google konkrete Angaben im Profil wie Adresse, Öffnungszeiten, Kategorie und Attribute sowie Rezensionen und verweisende Websites.

Kann ich mir einen Platz im Local Pack kaufen?

Nein. Google schreibt, dass ein besseres lokales Ranking nicht eingefordert werden kann, auch nicht gegen Bezahlung.

Woher kommen die Prozentangaben zu Rankingfaktoren?

Aus Umfragen und Tests von Fachleuten, etwa der jährlichen Umfrage von Whitespark. Google selbst veröffentlicht keine Gewichtung.

Helfen Keywords im Namen des Unternehmensprofils?

Sie verstoßen gegen Googles Richtlinien, wenn sie nicht zum echten Namen gehören. Google kann solche Profile sperren.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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