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Ratgeber

Unternehmensprofil: Kategorien richtig wählen

Wählen Sie als primäre Kategorie die genaueste, die Ihr Unternehmen als Ganzes beschreibt, und nehmen Sie so wenige zusätzliche Kategorien wie möglich. Google nutzt die Kategorien für das Ranking in lokalen Suchergebnissen; eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen.

Frau hinter der Theke eines kleinen Nagelstudios ordnet Fläschchen mit Nagellack in einem Regal
Bild: KI-generiert

Wer im Google Unternehmensprofil die Kategorie wählen soll, sieht ein unscheinbares Suchfeld. Dahinter steckt eine der folgenreichsten Angaben des ganzen Profils. Google schreibt dazu in der Hilfe: "Die von Ihnen ausgewählten Kategorien wirken sich auf Ihr Ranking in lokalen Suchergebnissen bei Google aus." [1] Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die passende Hauptkategorie finden, wann weitere Kategorien sinnvoll sind und warum ein späterer Wechsel Folgen haben kann. Wie Sie Haupt- und Nebenkategorien im Detail gewichten, vertieft der Ratgeber Haupt- und Nebenkategorien.

Was die Kategorie bei Google auslöst

Die Kategorie entscheidet mit, bei welchen Suchen Ihr Betrieb überhaupt als Treffer in Frage kommt. Google nennt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Grundlage der lokalen Ergebnisse. Relevanz beschreibt, "inwieweit ein Unternehmensprofil mit dem Gesuchten übereinstimmt" [3]. Eine Kategorie, die Ihr Geschäft nur ungefähr trifft, schwächt genau diesen Abgleich.

Je nach Unternehmensart können Kategorien laut Google außerdem dazu verwendet werden, Ihrem Unternehmen ein Label zuzuweisen [1]. Und manche Funktionen gibt es nur mit der passenden Kategorie: Hotels geben Hotelklasse und Ausstattung an, Restaurants Links zum Bestellen und Reservieren sowie Speisekarten, Betriebe aus Gesundheit und Schönheit Buchungsschaltflächen und Leistungsverzeichnisse [1]. Wer als Restaurant eine falsche Kategorie führt, sieht diese Felder womöglich gar nicht.

Die Prüffrage: "Dieses Unternehmen ist ..."

Google gibt in den Richtlinien eine einfache Probe vor. Eine Kategorie passt, wenn sie den Satz "Dieses Unternehmen IST ..." sinnvoll vervollständigt, und das Ziel soll sein, das Unternehmen als Ganzes zu beschreiben [2]. Dazu kommt die Regel: "Wählen Sie zur Beschreibung Ihres Kerngeschäfts so wenige Kategorien wie möglich aus der vorhandenen Liste aus." [2] Kategorien dürfen laut Google nicht als Keywords dienen oder Merkmale des Unternehmens beschreiben [2].

Fahrer stapelt Pizzakartons in eine Warmhaltetasche neben einem Motorroller in der Abenddämmerung
Bild: KI-generiert

Google erklärt das an einem eigenen Beispiel: Ein reiner Abhol- und Lieferdienst für Pizza ist kein Restaurantbetrieb. Für ihn passt eine Kategorie wie "Pizzalieferdienst", eine Restaurantkategorie dagegen nicht [2]. Übertragen auf einen Handwerksbetrieb heißt das: Ein Malerbetrieb, der gelegentlich auch Bodenbeläge verlegt, ist trotzdem ein Malerbetrieb. Die Bodenarbeiten gehören in die Leistungen, die Sie im Profil eigens eintragen können.

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So finden Sie die primäre Kategorie

Die primäre Kategorie soll Ihr Unternehmen am besten beschreiben. Google rät zur genaueren Wahl und nennt als Beispiel "Nagelstudio" statt "Studio" [1]. Gibt es die passende genaue Kategorie nicht, nehmen Sie eine allgemeinere. Eine eigene Kategorie anzulegen geht nicht, Google sagt dazu knapp: "Das Erstellen einer eigenen, neuen Kategorie ist nicht möglich." [1]

In der Praxis gehen wir so vor:

  1. Schreiben Sie in einem Satz auf, womit der Betrieb den größten Teil seines Geschäfts macht. Das ist der Kandidat für die primäre Kategorie.
  2. Tippen Sie im Feld für die Kategorie mehrere Begriffe an, auch Synonyme und Oberbegriffe. Die Liste schlägt beim Tippen passende Einträge vor, und oft gibt es feinere Abstufungen, als man erwartet.
  3. Legen Sie jeden Kandidaten an die Prüffrage. Was den Satz "Dieses Unternehmen ist ..." nicht ehrlich ergänzt, scheidet aus.
  4. Wählen Sie den genauesten Eintrag, der übrig bleibt.

Nach unserer Erfahrung hilft ein Blick auf die Profile vergleichbarer Betriebe in Google Maps, um die Bandbreite der Liste zu sehen. Übernehmen Sie dabei nichts blind: Auch Mitbewerber wählen falsch, und deren Wahl sagt nichts darüber, was zu Ihrem Geschäft passt.

Zusätzliche Kategorien mit Maß

Zusätzliche Kategorien sind für Abteilungen oder Dienstleistungen gedacht, die neben dem Kerngeschäft stehen. Google beschreibt ein Lebensmittelgeschäft, das "Lebensmittelgeschäft" als primäre Kategorie wählt und "Bäckerei" und "Feinkost" als zusätzliche Kategorien hinzufügt [1]. Für jedes einzelne Produkt eine Kategorie zu wählen, sieht Google ausdrücklich nicht vor [1].

Kleiner Lebensmittelladen mit Brotregal und einer Feinkosttheke voller Käse und Wurstwaren am Morgen
Bild: KI-generiert

Wer viele Leistungen hat, trägt sie besser als Dienstleistungen ein. Google empfiehlt bei unterschiedlichen Dienstleistungen, sie im bestehenden Unternehmensprofil aufzulisten, statt für jeden Dienst ein eigenes Profil anzulegen [4]. Wie die Liste der Leistungen und Produkte aufgebaut wird, beschreibt der Ratgeber Produkte und Leistungen eintragen.

Abteilungen mit eigenem Eingang

Manche Betriebe bestehen aus mehreren Geschäften unter einem Dach. Für Abteilungen mit Publikumsverkehr innerhalb anderer Einrichtungen soll laut Richtlinien eine eigene Seite erstellt werden. Google schreibt dazu: "In der Regel ist für eine solche Abteilung ein eigener Kundeneingang vorhanden" [2]. Die passendste Kategorie der Abteilung muss sich außerdem von den Kategorien des Hauptunternehmens unterscheiden [2].

Helle Caféecke mit eigener Glastür in einem Fitnesscenter, eine junge Frau bereitet Kaffee zu
Bild: KI-generiert

In der Hilfe zu Kategorien nennt Google das Beispiel eines Fitnesscenters mit Café. Das Fitnesscenter fügt die Kategorie "Café" nicht hinzu, das Café bekommt ein eigenes Unternehmensprofil mit "Café" als primärer Kategorie [1]. Für Ihren Betrieb heißt das: Erst klären, ob ein Bereich wirklich eigenständig betrieben wird. Dann entscheiden, ob er eine zusätzliche Kategorie oder ein eigenes Profil bekommt. Wie Sie Haupt- und Nebenkategorien dabei verteilen, steht im Ratgeber Haupt- und Nebenkategorien richtig verteilen.

Kategorie ändern: die Folgen abschätzen

Geändert wird die Kategorie im Profil über "Profil bearbeiten" und die Unternehmenskategorie. Dort geben Sie die primäre Kategorie ein, ergänzen weitere über "Weitere Kategorie hinzufügen" oder löschen sie über "Entfernen" und speichern [1]. Das ist schnell erledigt, hat aber Nebenwirkungen. Google weist darauf hin, dass Sie Ihr Unternehmen nach einer Änderung der Kategorie eventuell noch einmal bestätigen müssen [1].

Läuft gerade eine Bestätigung per Postkarte, ändern Sie die Kategorie besser gar nicht. Google warnt, dass der Code sonst nicht funktioniert, wenn Name, Adresse oder Kategorie in der Wartezeit geändert werden [5]. Auch große Sprünge sind heikel: Änderungen, die die Art des Unternehmens wesentlich verändern, kann Google laut Richtlinien ablehnen, etwa bei Namen oder Kategorie [6]. Wer aus einem Café ein Fahrradgeschäft macht, ändert deshalb nicht einfach die Kategorie. Für diesen Fall gilt der Ratgeber Unternehmensprofil schließen oder dauerhaft geschlossen markieren.

Fehlgriffe, die wir oft sehen

Am häufigsten treffen wir in Projekten auf zu allgemeine Hauptkategorien. Ein Betrieb mit klar umrissenem Fach wählt den Oberbegriff, weil er beim ersten Tippen oben stand. Ebenso oft sehen wir lange Listen zusätzlicher Kategorien, mit denen ein Profil möglichst viele Suchen abdecken soll. Das widerspricht der Regel, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen, und verwässert das Bild des Betriebs.

Ein dritter Fehler betrifft Mischbetriebe. Eine Werkstatt mit kleinem Verkaufsraum stellt gern die Verkaufskategorie nach vorn, obwohl die Werkstatt das Geschäft trägt. Prüfen Sie hier ehrlich, womit der Betrieb sein Geld verdient. Die Kategorie ist ein Teil der Relevanz. Welche weiteren Faktoren im lokalen Ranking mitspielen, zeigt der Ratgeber Rankingfaktoren im Local Pack. Was ein Unternehmensprofil grundsätzlich ist, erklärt das Glossar unter Google Business Profile.

Sie schwanken zwischen zwei Kategorien oder wissen nicht, ob eine Abteilung ein eigenes Profil braucht? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Wenn Sie das Profil dauerhaft betreuen lassen möchten, finden Sie bei SEO NW die Leistung Local SEO.

  1. Organisation Unternehmenskategorie verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Probleme mit doppelten Profilen und Eigentumsrechten beheben. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Unternehmen bei Google bestätigen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Richtlinien für Google Unternehmensprofil. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wie viele Kategorien darf ein Unternehmensprofil haben?

Eine Höchstzahl nennt Google in der Hilfe zu Kategorien nicht. Die Richtlinien verlangen aber, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen, um das Kerngeschäft zu beschreiben. Eine lange Liste widerspricht dieser Regel.

Kann ich eine eigene Kategorie anlegen, wenn meine fehlt?

Nein, das ist laut Google nicht möglich. Wählen Sie dann die genaueste vorhandene Kategorie oder einen allgemeineren Eintrag, der den Satz "Dieses Unternehmen ist ..." ehrlich ergänzt.

Muss ich nach einer Kategorieänderung neu bestätigen?

Das kann passieren. Google schreibt, dass Sie Ihr Unternehmen nach dem Ändern einer Kategorie eventuell noch einmal bestätigen müssen. Während einer laufenden Postkartenbestätigung sollten Sie die Kategorie gar nicht ändern.

Darf ich Leistungen als Kategorien eintragen?

Kategorien sollen den Betrieb als Ganzes beschreiben und dürfen nicht als Keywords dienen. Einzelne Leistungen tragen Sie im Bereich Dienstleistungen ein, Waren bei den Produkten.

Braucht das Café in meinem Fitnessstudio ein eigenes Profil?

Nach Googles Beispiel ja, wenn es als eigene Abteilung mit Publikumsverkehr betrieben wird. Das Café bekommt dann ein eigenes Profil mit "Café" als primärer Kategorie, das Fitnessstudio führt die Kategorie nicht.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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