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SEO für Kieferorthopäden

Kieferorthopädische Praxen werden meist von Eltern gesucht, die wissen wollen, ob die Kasse die Behandlung ihres Kindes übernimmt und wie schnell es einen Termin gibt. Wer diese Fragen im Profil und auf der Website sachlich beantwortet und dabei die Grenzen des Heilmittelwerbegesetzes beachtet, wird in der lokalen Suche besser gefunden.

Heller Behandlungsraum einer kieferorthopädischen Praxis mit Behandlungsstuhl, Instrumententablett und Fenster
Bild: KI-generiert

Wer einen Kieferorthopäden sucht, sucht selten für sich selbst. Meist tippen Eltern nach dem Hinweis des Zahnarztes "Kieferorthopäde in der Nähe" in das Smartphone, und eine Viertelstunde später entscheidet sich, welche Praxis angerufen wird. SEO für Kieferorthopäden heißt deshalb vor allem: die Fragen der Eltern dort beantworten, wo sie zuerst nachsehen. Das ist das Unternehmensprofil bei Google, danach die eigene Website. Dazu kommen Erwachsene, die eine Zahnkorrektur überlegen und vorher wissen wollen, was sie selbst zahlen.

Das Profil der Praxis und die Profile der Behandler

Google erlaubt eigene Profile für unabhängige Fachkräfte, wenn sie am bestätigten Standort Kundenkontakt haben und dort während der Öffnungszeiten erreichbar sind. Angestellte dürfen kein eigenes Profil anlegen, und mehrere Profile für verschiedene Fachgebiete derselben Person sind nicht erlaubt. Arbeiten mehrere Behandler am selben Ort, bekommt die Praxis ein eigenes Standortprofil [1].

Im Namen der Praxis steht genau das, was am Eingang steht. Zusätze wie "Zahnspange Kinder" oder ein Stadtteil im Namen zählen zu den unnötigen Informationen, die Google ausschließt [1]. Die Kategorien wirken sich laut Google auf das Ranking in der lokalen Suche aus. Die primäre Kategorie soll das Unternehmen am besten beschreiben, und für einzelne Leistungen legt man keine eigene Kategorie an [2]. Für eine Fachpraxis heißt das: eine genaue Hauptkategorie, wenige weitere, und die Behandlungsarten gehören in den Bereich der Dienstleistungen.

Viele Familien kommen nach der Schule. Stimmen die Sprechzeiten im Profil nicht, steht eine Familie vor verschlossener Tür und ruft danach woanders an. Google empfiehlt, auch die Zeiten an gesetzlichen Feiertagen zu bestätigen, selbst wenn sie den regulären entsprechen. Für Praxisurlaub ab sieben aufeinanderfolgenden Tagen ist die Markierung "vorübergehend geschlossen" vorgesehen [12]. Wie Sie das pflegen, zeigt der Ratgeber Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten pflegen.

Die Frage nach der Kasse ehrlich beantworten

Keine Frage kommt in kieferorthopädischen Praxen so oft wie die nach den Kosten. Die Rechtslage lässt sich auf einer Website gut erklären, wenn man bei den Vorschriften bleibt. Nach § 29 SGB V haben Versicherte Anspruch auf kieferorthopädische Versorgung in medizinisch begründeten Indikationsgruppen, wenn eine Fehlstellung Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht. Die Indikationsgruppen legt der Gemeinsame Bundesausschuss fest [3].

Frau sitzt am Küchentisch mit Tee und einer Mappe voller Unterlagen und denkt nach
Bild: KI-generiert

Versicherte zahlen zunächst 20 Prozent der Kosten an die Praxis. Sind mindestens zwei Kinder einer Familie in Behandlung, die bei Beginn unter 18 sind und im Haushalt der Eltern leben, beträgt der Anteil für das zweite und jedes weitere Kind 10 Prozent. Wird die Behandlung im medizinisch erforderlichen Umfang abgeschlossen, zahlt die Krankenkasse den Anteil zurück [3]. Für Erwachsene gilt eine andere Regel: Beginnt die Behandlung ab dem 18. Geburtstag, gehört sie nach § 28 SGB V nicht zur zahnärztlichen Behandlung der Kasse. Ausgenommen sind schwere Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erfordern [4].

Eine Seite "Kosten und Krankenkasse" mit genau diesen Angaben beantwortet die häufigste Suchfrage und entlastet das Telefon. Nach unserer Erfahrung lesen Eltern sie vor dem ersten Anruf, wenn das Profil darauf verlinkt.

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Werbung an Eltern, nicht an Kinder

Kieferorthopädie berührt das Heilmittelwerbegesetz, weil es auch für Werbung mit Behandlungen gilt, soweit sie sich auf das Erkennen, Beseitigen oder Lindern von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bezieht [5]. Außerhalb der Fachkreise verbietet § 11 HWG unter anderem Werbung, die sich ausschließlich oder überwiegend an Kinder unter 14 Jahren richtet. Ebenso untersagt ist Werbung mit Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend erfolgt [6].

Für die Praxis ist das eine klare Richtschnur. Die Website spricht die Eltern an, erklärt Ablauf und Kosten und verzichtet auf bunte Aktionen für Grundschulkinder. Ein Gewinnspiel ist ebenfalls heikel: § 11 HWG nennt Preisausschreiben und Verlosungen ausdrücklich, auch wenn das Verbot dort an Bedingungen geknüpft ist [6]. Lassen Sie solche Ideen vorher rechtlich prüfen. Welche Angaben Ihre Berufsordnung zulässt, regelt zusätzlich die Landeszahnärztekammer.

Bewertungen und Schweigepflicht

Eltern schreiben in Bewertungen gern über die Behandlung ihres Kindes. Für die Antwort gilt § 203 StGB: Zahnärzte, die unbefugt ein fremdes Geheimnis offenbaren, das ihnen in ihrer Rolle anvertraut wurde, machen sich strafbar [7]. Schon die Bestätigung, dass jemand Patient ist, kann dazu zählen. Eine Antwort bleibt deshalb allgemein und lädt zum Gespräch in die Praxis ein. Vorlagen dafür stehen im Ratgeber Auf Kritik in Bewertungen reagieren.

Um Bewertungen bitten dürfen Sie. Google verbietet aber Anreize wie Rabatte oder kostenlose Leistungen und das gezielte Bitten um positive Rezensionen [8]. Ein Hinweis am Ende der aktiven Behandlung an alle Familien ist der saubere Weg, etwa mit einem Kurzlink, wie ihn der Ratgeber Bewertungslink und QR-Code erstellen beschreibt.

Was auf die Website gehört

Die Website ist die Quelle, auf die das Profil verweist. Bewährt hat sich eine Seite je Behandlungsart: herausnehmbare Spangen, feste Apparaturen, Behandlung bei Erwachsenen, Kontrolle nach der Behandlung. Jede Seite sagt in einfachen Worten, für wen die Behandlung gedacht ist, wie lange ein Termin dauert und was die Familie mitbringen soll. Dazu kommt eine Seite je Behandlerin und Behandler mit Werdegang und Schwerpunkt.

Viele Praxen vergeben Erstberatungen online. Google bietet im Profil Buchungen über einen Anbieter an, und wer keinen Anbieter nutzt, kann einen eigenen Link zur Terminbuchung hinterlegen [9]. Strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness helfen Google, Adresse und Sprechzeiten sicher zuzuordnen. Google empfiehlt dafür den genauesten passenden Untertyp [10]. Mehr dazu im Ratgeber Strukturierte Daten für lokale Unternehmen.

Fotos aus der eigenen Praxis

Familien wollen sehen, wie es in der Praxis aussieht, bevor sie mit einem nervösen Kind dort sitzen. Google verlangt für Fotos im Profil eine realistische Darstellung ohne starke Bearbeitung [11]. Zeigen Sie Empfang, Wartebereich und Behandlungsraum leer oder mit Ihrem Team, das zugestimmt hat. Patienten gehören nicht auf diese Bilder.

Wartebereich einer Zahnarztpraxis mit bunten Kissen auf einer Bank und einer Pflanze
Bild: KI-generiert

Gesundheitsthemen zählen in der Suchmaschinenoptimierung zu den Bereichen, in denen Fehler Menschen schaden können. Das Glossar erklärt den Begriff unter YMYL-Seiten. Für die allgemeine Zahnarztpraxis gelten ähnliche Grundsätze, siehe SEO für Zahnärzte.

Sie möchten wissen, ob Ihr Praxisprofil die Fragen der Eltern beantwortet oder wie Sie die Profile mehrerer Behandler ordnen? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde.

  1. Organisation Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Unternehmenskategorie verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Gesetz Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, § 29 Kieferorthopädische Behandlung. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  4. Gesetz Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, § 28 Ärztliche und zahnärztliche Behandlung. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  5. Gesetz Heilmittelwerbegesetz, § 1 Anwendungsbereich. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  6. Gesetz Heilmittelwerbegesetz, § 11. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  7. Gesetz Strafgesetzbuch, § 203 Verletzung von Privatgeheimnissen. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  8. Organisation Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte. Google Maps-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  9. Organisation Buchungen über einen Anbieter einrichten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  10. Organisation Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  11. Organisation Fotos und Videos in Ihrem Unternehmensprofil verwalten. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  12. Organisation Spezielle Öffnungszeiten festlegen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse die Zahnspange meines Kindes?

Wenn die Fehlstellung in eine der medizinisch begründeten Indikationsgruppen fällt, ja. Zunächst zahlen Versicherte 20 Prozent, beim zweiten und jedem weiteren Kind 10 Prozent. Ist die Behandlung im medizinisch erforderlichen Umfang abgeschlossen, erstattet die Kasse diesen Anteil.

Übernimmt die Kasse eine Behandlung bei Erwachsenen?

In der Regel nicht, wenn die Behandlung ab dem 18. Geburtstag beginnt. Ausgenommen sind schwere Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erfordern.

Darf jeder Kieferorthopäde einer Gemeinschaftspraxis ein eigenes Google-Profil haben?

Unabhängige Fachkräfte mit Patientenkontakt am bestätigten Standort dürfen ein eigenes Profil haben, Angestellte nicht. Die Praxis selbst bekommt ein Standortprofil.

Darf die Praxis Werbung für Kinder machen?

Werbung für Behandlungen, die sich ausschließlich oder überwiegend an Kinder unter 14 Jahren richtet, verbietet § 11 HWG außerhalb der Fachkreise. Sprechen Sie deshalb die Eltern an.

Darf ich in der Antwort auf eine Bewertung Details zur Behandlung nennen?

Nein. Schon die Bestätigung, dass jemand Patient ist, kann unter die Schweigepflicht nach § 203 StGB fallen. Antworten Sie allgemein und bieten Sie ein Gespräch in der Praxis an.

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